Bäckereien, die das inzwischen so beliebte Biobrot anbieten, müssen die dazu benötigten Zutaten wie beispielsweise Getreide ausschließlich aus Bio-Betrieben beziehen. Auf unnatürliche Hilfsmittel wie beispielsweise Backmittel müssen die Bäcker selbstverständlich verzichten.
Außerdem legen die meisten Biobäcker viel Wert auf frische Zutaten – weshalb sie das Getreide meist erst unmittelbar vor dem Backvorgang zu Mehl verarbeiten. Denn dadurch, dass die Biobäcker ihr Getreide selber mahlen, gehen die so wertvollen Inhaltsstoffe – welche im konventionell verarbeiteten Mehl meist gar nicht mehr vorhanden sind – nicht verloren. Außerdem geht es den Biobäckern darum, diese ökologischen Zutaten so vorsichtig und schonend wie nur möglich zu verbacken. Um die Kunst des Bio-Backens zu erlernen, müssen sich die Bäcker selbstständig durch den Besuch von Kursen und Lehrgängen weiterbilden. Denn spezielle Ausbildungen zu Biobäckern gibt es noch nicht.
Jede ökologische Backstube hat ihre eigenen Geheimzutaten und Geheimrezepte. Doch es gibt einige gängige Hilfsmittel, die das Backen ohne unnatürliche Zusatzstoffe erleichtert. So verwenden Biobäcker für einen lockeren Brotteig neben Sauerteig und Hefe das sogenannte 'Backferment'. Dieses besteht aus Getreide, Mehl aus Hülsenfrüchten und Honig und ist ein guter Hefeersatz. So kann man jedem Bäckerlehrling, der das Biobäckerhandwerk erlernen möchte, viel Spaß am Ausprobieren und Kreativität wünschen.

