Ein nach biologischen Maßstäben angelegter Garten unterscheidet sich in der Regel stark von konventionellen Gartenanlagen. So wird in Bio-Gärten völlig auf chemische Substanzen wie künstliche Düngemittel oder Pestizide verzichtet. Statt dessen setzen Bio-Gärtner auf den natürlichen Lauf der Natur, in welchem sowohl fürs Düngen als auch für die biologische Schädlingsbekämpfung gesorgt ist. Um den Naturkreislauf in Gang zu setzen, ist ein ökologischer Garten so konzipiert, dass er als natürlicher Lebensraum für Pflanzen und Tiere dient.
Einen solchen Anziehungspunkt für Insekten und größeres Getier bietet zum einen der Komposthaufen, der in keinem biologisch angelegten Garten fehlen darf. So bietet der durch seine Wärme Unkraut und Bakterien reduzierende Misthaufen einen Wohnplatz für sämtliche Insekten, welche dafür sorgen, dass sich der Kompost möglichst schnell zersetzt oder als Düngemittel verwendet werden kann. Die Insekten wiederum ziehen Tiere wie Igel oder Vögel an, die so manche pflanzenschädigende Insekten verspeisen und somit als Schädlingsbekämfer fungieren. Doch lassen sich diese wichtigen Gartenbewohner auch durch am Boden liegendem Laub sowie angepflanzte Beeren-Sträuchern und Kräutern herbeilocken. Aber nicht nur für die Nahrung der Gartenbewohner sollte gesorgt sein. So dürfen auch Trinkmöglichkeiten wie zum Beispiel kleine Weiher oder Tümpel sowie Versteck- und Brutmöglichkeiten wie Nistplätze oder Bäume nicht fehlen, um den Bio-Garten als Lebensraum für diese Tiere attraktiv zu machen.
Wichtig für das Anlegen eines Bio-Gartens ist außerdem das Anpflanzen von heimischen Pflanzen – diese bieten eher einen Anziehungspunkt für Insekten und andere Tierarten und können ohne großen Aufwand wachsen und gedeihen. Wer die natürliche Düngung der Tiere bzw. die Düngung durch den Kompost erweitern möchte, der kann außerdem zu alternativen Düngemitteln greifen, welche entweder aus Pflanzen oder aus Blut- bzw. Hornmehl bestehen. Auch zur Vertreibung von Schädlingen gibt es neben der Vernichtung durch Igel und Vogel eine weitere Möglichkeit: so tragen manche um Blumenbeete herum angeordnete Kräuter dazu bei, dass sich sowohl Schnecken als auch Käfer von den Pflanzen fernhalten.

