Die griechische Vorsilbe "Bio" bezeichnet Leben, im Alltagsgebrauch Dinge/Nahrungsmittel und Produnktionsvorgänge, die als Bio, als naturnah, aufgefasst werden, als relativ unbedenklich für die Gesundheit der Konsumenten und die Erhaltung bzw. sanfte Behandlung der Produktionsbedingungen.
Komplizierter wird es beim Begriff "Öko". Dieser leitet sich eigentlich vom Wort für "Haus" ab, der Begriff Ökologie beschreibt allgemein Beziehungen von System und Umwelt, konkret bezieht er sich meist auf Lebewesen und ihre Wechselwirkung mit ihrem Lebensraum. Bezogen auf den Menschen wird also die Beziehung des Menschen und der von ihm geschaffenen und unterhaltenen Systeme zur Umwelt betrachtet.
Bei Konsumprodukten ist vor allem eines zu beachten: Bio ist nicht gleich Öko. Die verbreitetsten Bio-Siegel beziehen sich zwar auf die Qualität der Produkte und ihrer Gewinnung bzw. Herstellung aber beziehen nicht alle ökologisch relevanten Aspekte in ihre Bilanz mit ein. Das beste Beispiel dafür sind die enormen Kosten des Transports von Gütern rund um die Welt. Dieser verbraucht eine Menge Ressourcen (nicht nur in Form von Treibstoff auch durch oft nötige Kühlung von Lebensmitteln) und schädigt die Umwelt durch die damit verbundenen Emissionen. Das feinste Bioprodukt aus Südostasien mag im besten Fall individualgesundheitlich unbedenklich sein, ökologisch wertvoll und umweltverträglich wohl kaum.

