Öko-Kleidung: Umweltbewußt und trotzdem schick?

Auch die Modeketten versprechen sich nun Erfolg durch den Ökozusatz. Klamotten, die aus Naturfasern wie Ökobaumwolle hergestellt werden, gibt es nicht mehr nur in speziellen Geschäften zu kaufen. Ketten wie H&M oder C&A haben die Ökoware längst in ihr Sortiment mit aufgenommen und wollen umweltbewussten Menschen den Klamottenkauf so schmackhafter machen.

Denn gerade der Baumwollanbau ist alles andere als umweltbewusst. So werden für den Anbau der Pflanze besonders viele Pestizide eingesetzt, welche sowohl dem Grundwasser, als auch den Böden, den Tieren und den Menschen schaden. Zudem benötigen Baumwollpflanzen enorm viel Wasser.

Beim Biobaumwollanbau, der langsam angekurbelt wird, muss allerdings auf sämtliche chemische Zusätze verzichtet werden. Zudem muss die Biobaumwolle von Hand gepflückt werden. Natürlich führt der große Aufwand, den der Anbau der Biobaumwolle erfordert, zu einem saftigen Preisanstieg: rund 40 Prozent mehr kosten die ökologisch hergestellten Textilien. Jedoch tut der Anbau der Ökobaumwolle der Umwelt gut: die Böden werden wieder fruchtbarer und die Ernte wird ertragreicher. Doch nicht nur Biobaumwolle, auch Stoffe wie Seide, Leinen und natürlich Hanf gelten als umweltfreundlich und werden häufig zu Ökoklamotten weiterverarbeitet.

Beim Kauf solcher Klamotten tut man allerdings nicht nur der Umwelt einen Gefallen, sondern auch sich selbst. Denn häufiger sind Klamotten aus solch naturbelassenen Stoffen wesentlich robuster als konventionelle Kleidung. Zudem sind Ökoklamotten wesentlich verträglicher, da sie völlig frei von synthetischen Stoffen sind. So stellt ökologisch hergestellte Kleidung vor allem für Menschen mit Hautproblemen und Allergien eine große Erleichterung dar - außerdem gelten Bioklamotten häufig als sehr bequem und atmungsaktiv.