Ökologische Anbauverbände

Ökologische Anbauverbände bestehen aus gleichgesinnten Landwirten, Verarbeitern und Gärtnern, die sich zusammengeschlossen haben und einem ökologischen Anbauverband unterstehen. Sie sind eingebunden in ein Vertragsverhältnis mit dem jeweiligen biologischen Verband und müssen sich deshalb an die speziellen Richtlinien des jeweiligen Verbandes halten.

Den Mitgliedern eines der ökologischen Anbauverbände ist es erlaubt, ihre Produkte mit dem Namen des jeweiligen Anbauverbandes zu versehen - welche sich die Verbandsmitglieder schützen ließen. Dadurch, dass die Namen der Anbauverbände geschützt wurden, ist die Marke mittlerweile gleichbedeutend mit den Anbau- und Verarbeitungsrichtlinien.

Als 'Gegenleistung' müssen sich die Mitglieder dieser Öko-Verbände allerdings regelmäßiger Kontrollen unterziehen, die überprüfen sollen, ob sich die Betriebe auch an die getroffenen Vereinbarungen und Richtlinien halten. Somit besteht eine große Sicherheit für die Verbraucher/innnen von biologischen Produkten: die gesamte Produktion der biologischen Lebensmittel und Produkte wird von Anfang bis Ende nachvollzogen und überprüft.

Die Richtlinien der biologischen Verbände sind allesamt unterschiedlich. Jedoch sind ihre Bestimmungen wesentlich strenger, als die der EG-Öko-Verordnung.
So schränkten die Verbände ökologischen Landbaus die Verwendung konventioneller Futtermittel stark ein und verpflichten ihre Mitglieder beispielsweise dazu, die Tiere vor allem mit hofeigenen Futter zu füttern.
Zudem müssen ihre Mitglieder ihren gesamten Betrieb auf ökologischen Anbau umstellen.

Bekannte Anbauverbände in Deutschland sind beispielsweise Bioland oder demeter.