Ökologische Landwirtschaft

Die ökologische Landwirtschaft achtet darauf, Ressourcen zu nutzen – allerdings berücksichtigt sie dabei den Stoff- und Naturkreislauf. Beim ökologischen bzw. biologischen Anbau spielt es deshalb eine wichtige Rolle, auf den Einsatz chemischer und künstlicher Mittel zu verzichten. Diese Grundsätze werden durch detaillierte Richtlinien garantiert.
Zusätzlich lässt sich noch sagen, dass im ökologischen Anbau kein auf Profit ausgelegter Raubbau betrieben werden darf, sondern dass die Böden auch weiterhin fruchtbar und somit nutzbar bleiben müssen.

Bei der ökologischen Landwirtschaft wird also vor allem darauf geachtet, Nahrungsmittel und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse möglichst naturschonend und unter Berücksichtigung von ökologischen Erkenntnissen herzustellen.

Die aus der ökologischen Landwirtschaft erzeugten Produkte erkennt man daran, dass sie fast immer ein Bio-Siegel tragen und noch dazu mit der Aufschrift 'aus kontrolliert biologischem Anbau' (abgekürzt kbA) versehen sind. International ist es auch üblich, dass Bio-Produke die Bezeichnung 'organic' tragen.
Auf allen deutschen Lebensmitteln, die in biologischem Anbau erzeugt wurden, ist außerdem eine Angabe der zuständigen Öko-Kontrollstelle angebracht.

Die ökologische Landwirtschaft besteht aus zwei Hauptströmungen: der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise, die auf der antroposophischen Weltanschauung beruht und des organisch-biologischen Landbaus. Dieser organisch-biologische Landbau entstand aus der Lebensreform-Bewegung heraus, welche gegen das 'Unnatürliche' ankämpfte und zur 'Rückkehr zu einer naturgemäßen Lebensweise' bewegen wollte.

Neben dem ökologischen Anbau gibt es zwei weitere Formen der Landwirtschaft:

Die konventionelle Landwirtschaft hält sich zwar an die vorgegebenen Umweltschutzauflagen, misst der ökologischen Zielsetzung allerdings nicht viel Bedeutung bei.
Die konventionelle Landwirtschaft versucht Lebensmittel und Industrierohstoffe möglichst gewinnbringend herzustellen. Dazu nutzt die konventionelle Landwirtschaft jeden als sinnvoll erachteten technischen Fortschritt und setzt häufig auch chemische Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger ein, um höhere Ernteerträge zu erzielen.

Die integrierte Landwirtschaft stellt das Bindeglied zwischen der konventionellen und der ökologischen Landwirtschaft dar. Diese Form der Landwirtschaft versucht, naturnah und tierfreundlich zu arbeiten und somit möglichst geringe Auswirkungen auf die Umwelt zu haben. Jedoch übernimmt sie nicht alle Einschränkungen aus der ökologisch betriebenen Landwirtschaft.